Da bin ich wieder…..

Nach fast einem Jahr Blogg-Pause und vielen Höhen und Tiefen melde ich mich zurück.

Ich denke, wir alle wurden in den letzten 15 Monaten irgendwann mit unseren alten Themen konfrontiert. Hat uns doch diese Pandemie den sicheren Boden unter den Füßen weggezogen, alte Ängste und Unsicherheiten wurden getriggert. Corona ist zum zentralen Thema unseres Lebens geworden. Es wird kaum noch über etwas anderes geredet, gestritten und diskutiert. Ein Thema, das Familien spaltet und Freunde entzweit. Ein Thema, das unseren Alltag und jede Unterhaltung dominiert.

Sich auseinandersetzen mit der Angst vor Krankheit und Tod war und ist für die viele Menschen ins Zentrum gerückt, für die anderen die Angst vor den politischen Veränderungen und wieder andere kämpfen ums wirtschaftliche Überleben. Was uns verbindet, ist das Gefühl der Angst.

Die Fronten sind hart – gegenseitiges Verständnis Fehlanzeige.

Schon alleine, sich morgens die Frage zu stellen, „wo stehe ich denn“ – die Angst einordnen – auf einer Skala von 1 bis 10, kann hilfreich sein.

Wie groß ist meine Angst, dass ich and Covid19 erkranke und vielleicht sogar sterbe?
Hm 5 oder 6? Oder bin ich sogar bei 8 oder 9? Nein? Kaum Sorge? Dann eher 1 oder 2?

Also kann ich vielleicht sagen, meine Angst zu erkranken oder zu sterben ist gar nicht so groß oder eben riesig und sie überschattet alles.

Okay, und wie sieht es mit der Sorge um die politische Entwicklung aus?
Ja, große Sorge oder bin ich im Vertrauen, dass die schon wissen, wie das zu meistern ist? Fürchte ich ein totalitäres System oder denke ich, die momentanen Einschränkungen sind zu unserem Besten und werden wieder zurückgenommen?

Wo stehe ich bei dieser Angst?

Und dann stellt sich noch die Frage, wie sicher bin ich wirtschaftlich? Geht gerade mein Unternehmen den Bach runter und ich muss Insolvenz anmelden oder bin ich im Öffentlichen Dienst, wirtschaftlich gesichert? Bange ich um meine Altersvorsorge oder habe ich meine sichere Pension?

Auch das ist ein großes Thema.

Und je nachdem, wie meine Antworten ausfallen, stelle ich fest, dass vielleicht ein oder zwei Ängste mir den Schlaf rauben und ich darf dankbar sein, dass sich die 3. Sorge dann in Grenzen hält.
Alles ist möglich und allein dadurch, dass ich für mich morgens diese 3 Ängste anschaue und einordne, habe ich mehr Verständnis für die anderen – ich mache mir bewusst, dass jede der Ängste auch für mich möglich ist und ihre Berechtigung hat.

Und vielleicht schaffen wir es, aufeinander zuzugehen – uns für die Ängste der anderen zu interessieren; und vielleicht können wir darüber sprechen, warum gerade diese Angst so übermächtig ist, im Gegensatz zu der eigenen; und vielleicht kommen wir so einander wieder näher.

Respektvoll auf das schauen, was den anderen beschäftigt, nicht recht haben wollen.

Lasst uns doch bitte die Gräben überwinden und überlegen, was wäre, wenn die anderen recht hätten?

Friede fängt im Kleinen an.

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