Philosophisches zum Jahresanfang?

Ein Gespräch hat mich heute doch nochmal sehr nachdenklich werden lassen.

Vermutlich kennen die meisten von Euch die Geschichte von dem Indianer und den zwei Wölfen? Nein? Dann hier nochmal für alle:

Abends am Lagerfeuer erzählte ein alter Indianer seinem Enkelsohn von einem Kampf, der in seinem Inneren tobt.

Er sagte: „Mein Sohn, dieser Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.“

Der eine Wolf ist schwarz:

Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere Wolf ist weiss:

Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.

Sein Enkel dachte einige Zeit über die Worte des Großvaters nach und fragte dann: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der den du fütterst!“

Ich mag diese Metapher und immer wieder regt sie mich an, mich selbst und meine Denkweise genau zu beobachten und ich versuche nach Kräften den weißen Wolf in mir zu füttern.

Und vielleicht muss ich den Radius vergrößern. Was wäre, wenn ich mit dem weißen Wolf in mir auch den Frieden und die Liebe in meiner Umgebung, vielleicht in meiner Stadt oder im ganzen Land oder gar auf der Welt nähre?

Und wenn ich den schwarzen Wolf füttere? Gibt mir das die Verantwortung für meine schlechte Stimmung, für die schlechte Stimmung in meiner Umgebung, vielleicht in meiner Stadt …… Ist das mein Anteil daran, dass es soviel Schlimmes in der Welt gibt?

Wenn ich mit mir im Frieden bin, dann ist die Welt dem Frieden ein winzig kleines Stück näher und wenn ich zornig bin, dann ist ein ganz kleines bisschen mehr Zorn in der Welt. Und mit jedem Menschen wird der eine oder der andere Wolf in der Welt genährt.

Und jetzt fange ich an, das „Verzeih mir“, das im Ho‘oponopono so wichtig ist, zu begreifen. Dieses Vergebungsritual, das mir auf Kauai begegnete und dass ich doch nie so ganz verstanden habe. Ich fange an zu ahnen.

 

 

 

Bild: fotolia.com

 

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